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vergangener Landschaftsbautagungen

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Zur Zeit sind folgende Tagungsbände erhältlich:

  • Tagung 2007: Claimmanagement - erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen im Bauverlauf
  • Tagung 2008: Claimmanagement - "Von der Wiege (Vergabe) bis zur Bahre (Kündigung)"
  • Tagung 2009: Claimmanagement - was sich liebt, das neckt sich (von Bauzeitverzögerung und Außergerichtlicher Streitbeilegung)
  • Tagung 2010: Bautechnik trifft Baurecht (Landschaftsbau im Spannungsfeld zwischen Innovation und Haftung)
  • Tagung 2011: Qualitätssicherung im Landschaftsbau (Natürlich Qualität - aber wie?)
  • Tagung 2012: Landschaftsbau Digital (Chancen und Risiken ?)
  • Tagung 2013: Mangelerscheinungen im Landschaftsbau (Ausprägungen, Beurteilung, Vorgehensweisen
  • Tagung 2014: Landschaftsbau im Zeichen des Klimawandels-... Auftragspotenziale erkennen und nutzen
  • Tagung 2015: GaLaBau 2013 - Strategien in die Zukunft
  • Tagung 2016: Innovative Baustoffe und Bauweisen - Chancen und Risiken im Spiegel des Regelwerks
  • Tagung 2017: Boden, Wasser, BIM - von real bis digital

Archiv 2017

Boden - Wasser - BIM

von real bis digital

Eine ganze Reihe fachlicher Neuerungen kommen derzeit auf die grüne Branche zu. Diese wurden zum Anlass genommen, bei der diesjährigen Landschaftsbautagung mit dem Titel „Boden - Wasser - BIM: von real bis digital“, Einblicke in die einzelnen Bereiche zu schaffen. Das Themenspektrum der 14. Landschaftsbautagung am 23. Juni 2017 in reichte von der Vorstellung der neuen Homogenbereiche von Böden, über private Badeteiche bis hin zur Bewässerung in Vegetationsflächen. Mit Ausblick auf die Zukunft des GaLaBaus spielte das viel diskutierte Thema BIM (Building Information Modeling) ebenfalls eine große Rolle. Alle Inhalte wurden durch die unterschiedlichen ReferentInnen aus theoretischer als auch praktischer Sicht beleuchtet.

Welche Brisanz diese Themen im Garten- und Landschaftsbau und der Landschaftsarchitektur haben, zeigte sich an der großen Anzahl interessierter Teilnehmer. Dieses Jahr konnte der Vize-Präsident Prof. Dr. Markus Reinke im Namen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf knapp 200 Teilnehmer willkommen heißen.

Würdigung besonderer studentischer Leistungen
Zu Beginn der Veranstaltung wurden herausragende Bachelor-Arbeiten des letzten Semesters durch den Präsidenten des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V., Ulrich Schäfer, geehrt. Die prämierten Leistungen liefen unter den Themen „Personalentwicklung im Garten- und Landschaftsbau“ von Julian Kaupp, die Lösungen für den Fachkräftemangel über Weiterbildung der vorhandenen Mitarbeiterschaft aufzeigt, sowie „Future Soil Namibia“ von Matthias Fechter, die sich mit der Gründung einer Kompostierungsanlage in Namibia beschäftigt. Mehr dazu finden Sie in der Rubrik „Junge Landschaft“.

Die Homogenbereiche nach ATV DIN 18300: Bedeutung für Planung für Ausführung
Akad. Dir. Dr.-Ing. Dirk Heyer

Mit den neuen Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen ATV DIN 18300:2016-09 und der Anpassung der ZTV E-StB ergeben sich erhebliche Neuerungen bezüglich Baugrundbegutachtung, Ausschreibung, Planung und Bauausführung sowie Abrechnung. Zu diesem Themenblock informierte Akad. Dir. Dr.-Ing. Dirk Heyer darüber, dass die bisherigen Boden- und Felsklassen durch sogenannte Homogenbereiche ersetzt wurden.
Das Ziel der neuen ATV DIN 18300 ist es, die grundsätzlichen und fachlichen Defizite, die mit den alten Boden- und Felsklassen verbunden waren, zu beseitigen sowie eine Vereinheitlichung der Baugrundbeschreibung in den VOB-Normen zu schaffen. Die neuen Homogenbereiche werden als „begrenzter Bereich, bestehend aus einzelnen oder mehreren Boden- und Felsschichten, der für Erdarbeiten vergleichbare Eigenschaften aufweist“ beschrieben. Diese beziehen sich auf alle Erdbauprozesse vom Lösen, Laden und Fördern bis zum Behandeln, Einbauen und Verdichten.
Auch wenn durch das Konzept der Homogenbereiche ein höherer Aufwand entsteht, ist es wichtig den Boden und den Baugrund so genau wie möglich zu beschreiben, um Streitigkeiten und Gefahren zu vermeiden.

Bewässerung in Vegetationsflächen – Jetzt mit FLL-Richtlinie (Theorie)
Prof. Dr. Thomas Brunsch

Die „Bewässerungsrichtlinien – Richtlinien für die Planung, Installation und Instandhaltung von Bewässerungsanlagen in Vegetationsflächen“ ist als Leitfaden für die praktische Umsetzung gedacht. Prof. Dr. Thomas Brunsch war bei der Entwicklung dieser Richtlinie beteiligt und konnte somit aus nächster Nähe die Theorie dahinter erklären.
Die Richtlinie will Einbauregeln, wissenschaftliche und technische Grundsätze mit den geltenden Normen vereinen. Eine zentrale Rolle spielt die nachhaltige und möglichst sparsame Verwendung der Ressource Wasser. Für die Bewässerung von Vegetationsflächen ist kein Trinkwasser notwendig, falls es doch verwendet wird, ist der Trinkwasserschutz unbedingt zu beachten. Um Verunreinigungen des Trinkwassers zu verhindern, ist der Fachunternehmer für die korrekte Installation der Anlage verantwortlich.
Jedes Bewässerungssystem ist eine individuelle Speziallösung und benötigt deshalb eine professionelle Analyse und die passende Planung. Je nach Form, Größe und Art der Vegetation sind unterschiedliche Bewässerungsverfahren möglich.
In den neuen Bewässerungsrichtlinien werden verschiedene Aspekte wie Ökologie und Naturschutz, Ingenieur- und Vegetationstechnik, Bodenkunde, Planung, miteinander verbunden, was ein hohes Maß an fachgerechter Beratung und Planung erfordert.

Bewässerung in Vegetationsflächen – Jetzt mit FLL-Richtlinie (Praxis)
Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Häring

Im Anschluss an die Theorie konnte Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Häring die Thematik der Bewässerungssysteme aus praktischer Sicht beleuchten.
Die Nachfrage für Bewässerungssysteme steigt aufgrund des Klimawandels und der intensiveren Nutzung von versiegelter Fläche in Städten (Dachgärten, Balkonanlagen). Die Bewässerung ist eine technische Maßnahme zur Begrünung von Bereichen, die sonst nicht begrünbar wären, und stellt hierbei eine unsichtbare Unterstützung dar.
Zum Bau einer Bewässerungsanlage sind folgende Schritte notwendig: Von Beratung, Kostenschätzung und Prüfung technischer Voraussetzungen, über Gießkreisplan, Angebot, Detailplanung bis zur Prüfung pflanzbaulicher Besonderheiten. Wichtig ist die Beachtung der Wechselwirkungen von Vegetation, Luft- und Bodenfeuchte.
Die Bewässerung bekommt in der Vegetationstechnik eine immer größere Bedeutung, denn die Beregnung soll immer zum Vorteil der Pflanzung sein.

Private Badeteiche – Konsequenzen der neuen FLL-Richtlinie (Theorie)
Dr. Martin Upmeier

Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Schwimmteichbaus überarbeitete die FLL ihre Empfehlung zu einer Richtlinie für private Badeteiche. Dr. Martin Upmeier erläuterte die Neuerung des Regelwerks mit seinem Kernstück, der Einteilung in fünf Schwimmteichtypen auf Grundlage eines gewässerökologischen Leitbildes. Die Entscheidung für einen Typ sollte den persönlichen Ansprüchen des Bauherrn entsprechen und unter Berücksichtigung der Standortverhältnisse in Absprache mit dem Planer gefällt werden.
In der neuen Richtlinie bleiben die Anforderungen an die Baustoffe unverändert, allerdings kam es zu einer Konkretisierung der Filter- und Pflanzsubstrate. Die Begrenzung des pflanzenverfügbaren Phosphors und des abschlämmbaren Anteils ist besonders zu beachten. Die Wasseraufbereitung hat auf biologischer Basis zu erfolgen, eventuell mit Ergänzung von physikalischen/chemischen Verfahren. Die Pflanzenverwendung ist abhängig vom gewählten Schwimmteichtyp. Ebenfalls wurden Vorgaben für das Kultursubstrat gemacht.

Private Badeteiche – Konsequenzen der neuen FLL-Richtlinie (Praxis)
Dipl.-Ing. Norbert Deppisch

Auch für die privaten Teiche gab es einen Beitrag aus der Praxis, von Dipl.-Ing. Norbert Deppisch. Im Vergleich der fünf neuen Schwimmteichtypen der neuen FLL-Richtlinie mit denen der alten sind einige Unterschiede zu erkennen. Die alte Richtlinie unterschied die fünf Typen nach Bauweise, im neuen Regelwerk erfolgt eine Einteilung nach gewässerökologischem Leitbild mit besonderer Beachtung des Strömungsmilieus des Wassers durch das Filtermaterial.
Ein wichtiger Aspekt ist der Filterbereich. Typ 1 benötigt keinerlei Technik zur Wasseraufbereitung und Typ 2 nutzt die Wasseroberflächenabsaugung. Typ 3 besitzt einen abgegrenzten Regenerationsbereich mit hydrobotanischer Anlage, der ca. dieselbe Größe hat wie der eigentliche Schwimmbereich. Charakteristisch für Typ 4 ist die ausgelagerte Regenerationszone und ein Kiesfilter. Typ 5 stellt einen reinen Pool dar, bei dem die Reinigung durch einen technischen Filter (Kunststofffilter) erfolgt.

BIM – Was kommt auf uns zu? (Theorie)
Prof. Yvonne Brandenburger

Das brandaktuelle Thema „BIM – Building Information Modeling“ ist im GaLaBau noch nicht ganz angekommen, wird aber in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Aus diesem Grund gab Prof. Yvonne Brandenburger einen Einblick in diesen Bereich, der derzeit noch schon deutlich im Hochbau verankert ist.
Eine grundlegende Voraussetzung für BIM ist die Digitalisierung, die Verwendung IT-gestützter Methoden im Baubetrieb und eine selbstverständliche Nutzung digitaler Arbeitsmöglichkeiten. Die schrittweise Implementierung erfolgt durch Richtlinien. Bis Ende 2020 soll eine regelmäßige Anwendung von BIM auch in Deutschland stattfinden.
Ziel dieses Modells ist die Schaffung von guter Kooperation und Kommunikation mit möglichst verlustarmen Schnittstellen zwischen allen Projektbeteiligten für ein gemeinsames Projektmanagement. Alle Teilmodelle werden in einem Koordinationsmodell zusammengeführt, was Transparenz schafft und auf Kollisionen oder Projektregeln hin geprüft wird.
Derzeit arbeiten die Firmen noch mit individueller BIM-Software, das sogenannte „closed BIM“, mit eigenen Datenaustauschformaten. Ziel ist das „open BIM“ mit Nutzung offener Formate und kompatiblen Softwares.

BIM – Was kommt auf uns zu? (Praxis)
Dipl.-Ing. Daniel Behr

Dipl.-Ing. Daniel Behr griff das Thema „BIM – Building Information Modeling“ in seinem praxisorientierten Vortrag auf und beschrieb ein Modell, das neben Prozessoptimierung, digitaler Baustelle und Lean Management, auch ein Teil der strategischen Weiterentwicklung ist. Der Mehrwert durch BIM für ein Unternehmen ist eine ganzheitliche Effizienzsteigerung. Alte Arbeitsabläufe müssen hinterfragt werden und gegebenenfalls durch neue digitale Prozessabläufe ersetzt werden. Die vierte Dimension wird der 3D-Planung durch die Mengen- und Kostenermittlung hinzugefügt. Die Modellierung des Objekts kann als Grundlage für verschiedene Arten der Simulation dienen, zum Beispiel für Virtual Reality (VR) Spaziergänge.

Zum Abschluss der Veranstaltung folgte eine Diskussionsrunde zum aktuellen Thema BIM. Hier wurde der große Arbeitsaufwand, den dieses Thema noch erfordert, deutlich. Wichtig ist, dass alle Bereiche Hand in Hand arbeiten und dass vor allem die GaLaBauer wissen müssen, welche Informationen sie brauchen und diese auch anfordern. BIM bis zum Jahr 2020 zu etablieren, ist eine sportliche Aufgabe. Um diese meistern zu können, müssen alle beteiligten Branchen noch erhebliches Engagement zeigen.

Tagung 2016

Innovative Baustoffe und Bauweisen - Chancen und Risiken im Spiegel des Regelwerkes

Die Landschaftsbautagung an der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf geht am 17. Juni 2016 in die 13. Runde.

Das Orga-Team der Landschaftsbautagung 2016 freut sich, Ihnen die Veranstaltung für den 17. Juni 2016 ankündigen zu dürfen.

Innovative Baustoffe und Bauweisen spielen im Garten – und Landschaftsbau eine immer größer werdende Rolle. Durch ständigen Wandel der Wirtschaft und schnell entwickelnde Produkte sowie deren Eigenschaften, werden derartige neue Entwicklungen attraktiver für die grüne Branche. Nicht alle Baustoffe entsprechen den Normen und Richtlinien technischen, rechtlichen, sowie den betriebswirtschaftlichen Aspekten. Aus diesem aktuellen Anlass lautet das Thema der Landschaftsbautagung 2016 „Innovative Baustoffe und Bauweisen – Chancen und Risiken im Spiegel des Regelwerks“. Dem Studiengang Landschaftsbau und Management ist es mit der Unterstützung von Prof. Dr. Rudolf Haderstorfer und Prof. Dr. Cristina Lenz wieder einmal gelungen, ausgezeichnete Referenten zu dieser Materie anzuwerben.

Egal ob man mit Betonprodukten und -oberflächen arbeitet oder die neue Technik der Baubotanik anwendet, findet man derzeit eine starke Zunahme bei der Nachfrage vieler bautechnischer Neuerungen. Die von uns ausgewählten Referenten sind bereits Spezialisten auf ihren Anwendungsgebieten und werden Sie mit deren Erfahrungen und Wissen informieren.

Die Hochschule Weihenstephan bietet am Tagungstag den „Markt der Möglichkeiten“ an. Hier sollen Unternehmer und Studenten vertieft in das Gespräch kommen.

Um an das Erfolgskonzept der vergangenen Jahre anzuknüpfen, werden die Themenblöcke sowohl durch Dozenten der HSWT, als auch durch fachlich spezialisierte Gastredner referiert.

Die Landschaftsbautagung hat sich zu einer renommierten Fachtagung entwickelt, die Gäste aus der gesamten grünen Branche anzieht. 2015 durfte die Hochschule rund 265 Teilnehmer verzeichnen und sich für eine gelungene Veranstaltung bedanken.

Die Fakultät Landschaftsarchitektur freut sich sehr alle Interessierten begrüßen zu dürfen und Ihnen einen informativen und ansprechenden Seminartag an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bieten zu können.

Projektverantwortliche:

Prof. Dipl.-Ing. Ingrid Schegk

Landschaftsarchitektin BDLA DGGL, Stadtplanerin

Dr.-Ing. Ferdinand Ludwig

Dipl.-Ing. Hannes Schwertfeger

Dipl.-Ing. Bernd Schulze zur Verth (CH)

Dipl.-Ing. (FH) Erich Lanicca

Dipl.-Jur. (Univ.) Rudolf-Walter Klingshirn

Dipl.-Ing. LA Piet Werland

Tagung 2015

"GaLaBau 2030 - Strategien in die Zukunft"

Die Landschaftsbautagung 2015 war die 12. Tagung des Studiengangs Landschaftsbau- und Management der Hochschule Weihenstephan - Triesdorf. Das Symbosium stand ganz unter der brisanten Thematik der GaLaBau - Strategien der Zukunft.

Herr Prof. Dr. Haderstorfer begrüßte die rund 150 interessierten Teilnehmer der Fachwelt des Galabaus und stellte kurz das Tagungsthema vor.

Die grüne Branche bleibt vom ständigen Wandel der Wirtschaftswelt nicht verschont. Neue Märkte, sich schnell entwickelnde Produkte und neue Anforderungen in den Bereichen Organisation und Abwicklung, lassen neue Fragestellungen in vielen Geschäftsbereichen aufkommen.

Aus diesem aktuellen Anlass, lautet das letztjährige Thema "GaLaBau 2030 - Strategien in die Zukunft".

Dem Studiengang Landschaftsbau und Management ist es mit der Unterstützung von Prof. Dr. Rudolf Haderstorfer wieder einmal gelungen, ausgezeichnete Referenten zu diesem Topic anzuwerben.

In den Bereichen Planung und Ausführung der grünen Branche, ist ein vorausschauender Blick unerlässlich. Schon seit langer Zeit, muss sich sowohl die Branche, als auch jeder einzelne Betriebe mit dem Thema „Zukunftsorientiertes Handeln“ auseinandersetzen. Es werden neue und rentable Strategien entwickelt, welche das Marktverhalten, die Organisation der Bauabwicklung und das Personalwesen nachhaltig optimieren. Die Herausforderung für den Garten- und Landschaftsbau entwickelt sich also weit über das eigentliche Tagesgeschäft hinaus und stellt vor allem die Unternehmer vor einen neuen Aufgabenkomplex, der essentiell für den Erfolg eines Betriebes ist.

Tagung 2013

"Mangelerscheinungen im Landschaftsbau! !

- Ausprägungen, Beurteilung, Vorgehensweisen"

Der Landschaftsbau befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen technischen Anforderungen
und vertragsrechtlichen Verpflichtungen. Im Mittelpunkt dieser Tagung stehen zentrale
Problembereiche aus der Praxis von Planung und Ausführung, die sehr häufig mit Baumängeln
verbunden sind. Es gilt, einerseits das Regelwerk zu beleuchten, andererseits auf die Tücken der
Umsetzung hinzuweisen. Eingerahmt werden die Fachvorträge von juristischen Beiträgen, die den
Weg von rechtlichen Mangelbeurteilung bis zur außergerichtlichen Streitlösung aufzeigen.

Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, Führungskräfte und alle Fachleute, die sich mit
Planung und Bau von Freianlagen auseinandersetzen, sowie an unsere Studierenden des
Landschaftsbau- und Management und der Landschaftsarchitektur.

Tagung 2014

"Landschaftsbau im Zeichen des Klimawandels

... Auftragspotentiale erkennen und nutzen"

Die 11. Tagung des Studiengangs Landschaftsbau- und Management der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf stand ganz unter dieser aktuellen und brisanten Thematik. Rund 150 interessierte Teilnehmer aus der Fachwelt des Galabaus durften von Herrn Prof. Dr. Haderstorfer zu seiner Veranstaltung begrüßt werden.
Die diesjährige Tagung beschäftigte sich mit der Problematik des Klimawandels in Ihrer Bedeutung für die Landschaftsarchitektur und den Landschaftsbau. Der Themenkomplex wurde durch allgemeine Grundlagen zur aktuellen Klimaforschung, technische Gegebenheiten und vegetationstechnische Möglichkeiten abgehandelt. Außerdem wurde auch der rechtliche Aspekt von außergewöhnlichen Klimaereignissen im Bauablauf und Bauprozess beleuchtet. Auch bei Betrachtung der Absatzmöglichkeiten des Landschaftsbaus im Bezug auf „... mit dem Klimawandel Geld verdienen!?“ wurden innovative und umsetzbare Möglichkeiten aufgezeigt.

Klimawandel - Fakten und Hintergründe

Den Auftakt der Veranstaltung machte Prof. Dr. Matthias Drösler.

„Gibt es einen Klimawandel?“
„Sind wir daran beteiligt?“

Diese Themen handelte der im Weltklimarat tätige Dozent der HSWT in seinem Vortrag ab und lieferte dazu eindrucksvolle Zahlen und Fakten. Im weiteren Verlauf wurden Klimaextreme erklärt und aktuelle Trends zu Hitzewellen und Niederschlagswerten dargestellt.

Gebäude, Begrünung, Energie - die Zukunft des Bauens

Dipl.-Ing. Architektin, MLA Nicole Pfoser zeigte als zweite Referentin Möglichkeiten auf, durch fachgerechtes, zukunftsorientiertes Bauen Einfluss auf das Klima in urbanen Bereichen zu nehmen. Der Schwerpunkt dieser Präsentation lag im Einsatz von Dach- und Fassadenbegrünungen. Aufgezeigt wurden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen System und deren Effekt auf das Kleinklima. Außerdem beschäftigte sich Frau Pfoser mit der Frage der Effizienz solcher Systeme und der Akzeptanz durch die Gesellschaft.

Landschaftsgestaltung im Zeichen eines modernen Regenwassermanagement

„Wie gehen wir mit anfallendem Regenwasser um?“

Diese Frage stellte sich Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker und präsentierte sowohl herkömmliche als innovative Bauweisen. Bei diesem Themenpunkt nimmt der Klimawandel immer mehr Einfluss. Extreme Niederschläge machen die Planung und Dimensionierung immer komplexer. Auch in Sachen Wasserreinigung bzw. Wasserklärung gab Herr Sieker zukunftsweisende Ideen in der Gestaltung und Ausführung für die grüne Branche.

Wie reagiert die Pflanzenverwendung auf geänderte klimatische Stresssituationen?

Dieses Topic wurde aus drei Vorträgen zusammengesetzt.

Zuerst berichtete Bachelor of Eng. Christian Holm, Bauleiter bei der Firma Haderstorfer, von einem aktuellen Beispiel - dem Hochwasser auf der Landesgartenschau in Deggendorf. Vor allem die Ansprüche der Arbeitnehmer in diesem speziellen Fall wurden durch diesen Auftakt erörtert.
Die nächste Fragestellung war, wie die Problematik der Klimaextreme im Bauvertrag verankert werden kann. Hierzu war Dipl.-Ing., M. Eng Johannes Haderstorfer eingeladen, der zur Zeit als Projekt-Controller bei der Ed. Züblin AG beschäftigt ist. Herr Haderstorfer gab konkrete Möglichkeiten zur Formulierung und Handhabung von Formblättern um Ausfallzeiten schon präventiv im Bauvertrag zu festigen.
Um das Thema Witterungseinflüsse abzurunden, behandelte RA‘in Prof. Dr. Cristina Lenz den rechtlichen Gesichtspunkt. Die Mediatorin und Dozentin der Hochschule Weihenstpehan-Triesdorf erörterte Möglichkeiten zur rechtlichen Absicherung und Regelungen der richtigen Formulierung. Außerdem gab der Vortrag Aufschluss darüber welche Regelungen überhaupt in den Bauvertrag aufgenommen werden sollten.

Katastrophenschutz: Entwicklungspotenziale für den GaLaBau

Für den Abschlussvortrag der Veranstaltung war Prof. Dr. Holger Beiersdorf zuständig. Ganz nach dem Motto „... mit dem Klimawandel Geld verdienen?!“ analysierte Herr Beiersdorf die Potenziale der letzten Hochwasserereignisse für den Galabau und verdeutlichte die kommerziellen Möglichkeiten beim Thema Katastrophenschutz für die Branche. Auch die Potenziale bei den Themen Hochwasser- und Unwetterprävention konnten von Herrn Beiersdorf, der während des Hochwassers 2013 als Verbindungsoffizier tätig war, aus erster Hand verdeutlicht werden.

Würdigung besonderer studentischer Leistungen

Neben dem fachlichen Teil der Veranstaltung erfolgte die Ehrung besonderer studentischer Leistungen im Rahmen der 11. Landschaftsbautagung.

Neben der Auszeichnung zweier herausragender Bachelorarbeiten durch den VGL und der Verleihung des LBM Förderpreises durfte der Präsident der HSWT, Prof. Dr. h. c. Hermann Heiler, im Namen des Freistaat Bayern, das Fluthelferabzeichen übergeben. Studenten des Studiengangs Landschaftsbau- und Management haben nach der Hochwasserkatastrophe 2013 die Initiative ergriffen und einen zerstörten Bauerngarten freiwillig restauriert.

Das Tagungsteam möchte sich bei allen Gästen und beteiligte der Landschaftsbautagung 2014 bedanken. Wir hoffen wir konnten eine ansprechende und gelungene Veranstaltung bieten.

Wir möchten jetzt schon alle Interessenten für das nächste Jahr an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf willkommen heißen, wenn die Landschaftsbautagung am 12. Juni 2015 in die nächste Runde geht.

Das Tagungsteam 2014

Anmeldung
zur Landschaftsbautagung 2018

Abfallmanagement in Planung und Ausführung

Das ist das Thema der Landschaftsbautagung 2018. Die Zielgruppe der Tagung ist Fachpublikum aus der Branche des Garten- und Landschaftsbaus, Unternehmer und Landschaftsarchitekten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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